Wie wird das Altersleistungsprozent berechnet?
Für jedes Alter und jede Distanz gibt es einen Faktor, der aus den weltweit besten
Zeiten dieses Jahrgangs abgeleitet ist. Die Weltklassezeit der offenen Klasse geteilt
durch diesen Faktor ergibt die Altersbestzeit — die Zeit, die in deinem Alter
Weltniveau wäre. Dein Prozentwert ist Altersbestzeit geteilt durch deine Zeit.
100 % heißt Weltrekordniveau für dein Alter, 90 % Weltklasse, 80 % nationale Klasse,
70 % regionale Klasse, 60 % lokale Klasse. Die Skala stammt aus dem
Masters-Leichtathletik-Betrieb und ist dort seit Jahrzehnten die Währung.
Warum ausgerechnet der Berlin-Marathon?
Weil zehn Jahrgänge davon frei verfügbar sind: 363.115 Zieleinläufe der Jahre 2010
bis 2019, mit Zeit und Geschlecht. Das ist groß genug, dass einzelne Wetterjahre
nicht durchschlagen, und es ist ein Feld, das deutsche Läuferinnen und Läufer kennen.
Wichtig: Das Feld ist positiv ausgelesen. Wer in Berlin ins Ziel kommt, hat
sich angemeldet, trainiert und die Strecke geschafft. Die Mitte dieses Feldes ist
nicht die Mitte der Bevölkerung, sondern die Mitte der Marathonläufer. Wenn hier
„schneller als 50 %" steht, bist du im Vergleich zu allen Menschen deutlich schneller.
Wie kommt meine 10-km-Zeit in einen Marathon-Vergleich?
Über denselben Prozentwert. Deine Zeit wird zuerst in einen Altersleistungswert
übersetzt, und dann wird gefragt: Welche Marathonzeit ergäbe in deinem Alter genau
diesen Wert? Diese Zeit wird mit dem Berliner Feld verglichen.
Der Umweg ist ehrlicher als eine reine Umrechnungsformel, weil er dein Alter
mitnimmt. Er unterstellt aber, dass du für beide Distanzen gleich gut trainiert
bist. Für jemanden, der nie länger als eine Stunde läuft, ist der rechnerische
Marathon zu optimistisch. Wie viel zu optimistisch, rechnet der
Zielzeit-Rechner aus.
Woher kommen die Daten?
Die Altersstandards sind die WMA/USATF-Tabellen 2025, zusammengestellt von Alan
Jones und Tom Bernhard, veröffentlicht unter
CC0.
Die Berliner Ergebnisse stammen aus dem
Marathon-Results-Datensatz
von Andrew Miller (MIT-Lizenz).
Von den Rohdaten liegen auf dieser Seite nur Quantile und ein Histogramm — keine
Namen, keine Startnummern, keine Einzelergebnisse. Und deine eigene Eingabe verlässt
deinen Browser nicht: Es gibt keinen Server, der sie sehen könnte.
Warum gehen die Tabellen nur bis 95 Jahre und ab 10?
Darunter und darüber sind die Weltbestenlisten so dünn besetzt, dass ein einzelnes
Ergebnis den Faktor bestimmt. Die Zahl wäre dann kein Standard mehr, sondern eine
Anekdote.
Die Einordnung ist eine Rechnung, keine sportmedizinische Aussage.
Trainingsentscheidungen triffst du selbst — im Zweifel mit ärztlichem Rat.